Wertung beim Dressurreiten

Beim Dressurreiten gibt es eigentlich zwei möglichen Arten der Wertung. Das sogenannte gemeinsame Richten wird von einer Gruppe von Richtern durchgeführt, wobei diese sich auf eine gemeinsame Note einigen. Anderseits gibt es auch das getrennte Richten, wenn die Richter getrennt voneinander sitzen und jeweils eine eigene Wertnote für eine Lektion oder die komplette Aufgabe vergeben. Die Wertung beim Dressurreiten besteht aus Punkten bzw. Wertnoten von 0 bis 10, wobei die Zehn die Höchstnote ist. Beim Dressuerreiten werden unter anderem auch Elemente wie Einwirkung und Sitz des Reiters, die Verstellung des Pferdes und etwa der Ausbildungsstand beurteilt. Bei internationelen Wettbewerben wird die Ausführung der einzelnen Aufgaben von fünf Richtern bewertet. Darunter wird auch der Präsident der Jury gezählt, welcher ebenfalls mit einer Note von 0 bis 10 beurteilt. Die Richter sitzen üblicherweise an verschiedenen Punkten der Bahn, so dass jede Phase des Dressurreitens aus jedem Winkel bewertet werden kann.

Bei nationalen Wettbewerben dagegen, erfolgt die Wertung in der Regel meist von drei Richtern. Bei einfacheren Prüfungen genügt sogar auch nur ein Richter und dieser sitzt an Platz bzw. Punkt C des Dressurvierecks. Anhand der Wertungsliste können die Richter bei einer Vorprüfung bis zu 200 Punkte vergeben – bei der Grand Prix Prüfung sind es insgesamt 500 Punkte. Die Bekanntgabe der Endwertung erfolgt dann schließlich im Prozentformat, wobei die Höchstwertungen demnach bei 70 Prozent und höher liegen. Vorgeführt werden die Lektionen in drei Grundgangarten: Trab, Schritt und Galopp, wobei für den Betrachter die Einwirkung durch den Reiter nahezu unsichtbar ist. Gerade das ist für ein sehr gehorsames und sensibles Pferd auch erforderlich. Des Weiteren spielen bei der Bewertung auch andere Faktoren eine Rolle, etwa Präzision bei der Ausführung und Gleichmaß der Gangart. Sonst ist auch wichtig, dass sowohl der Reiter als auch das Pferd bei Dressurprüfungen spezielle Ausrüstung tragen, wobei der Reiter auch entprechende Kleidung tragen muss: Einen einfarbigen gedeckten Rock, Stiefel, eine helle Stiefelhose und Jagdkappe.

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