Den Vereinen war der stets freundliche
Rotschopf eher in seiner Eigenschaft als
Schwerpunkttrainer Reiten im Jugend-
und Juniorenbereich des DTSB (Deut-
scher Turn- und Sportbund) Kreisvorstandes und des Deutschen Pferdesportverbandes der DDR (DPV) bekannt.
Der gelernte Anlagenmonteur hatte extra,
um seinen Traumberuf Sportlehrer an der
DHfK zu studieren, das Abitur in der
Abendschule gemacht.
Zu seinen erfolgreichsten Schülerinnen
zählte u.a. Cathy Seiferth ( heute verheiratet
mit Andreas Merx/Machern), die mit den
unvergessenen Pferden, dem Dunkelfuchs
Shirocco und dem Rappen Rocky,
Vizejuniorenmeisterin der DDR im Spring-
reiten und 199o Dritte bei den letzten
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DDR Meisterschaften der Damen in
Salzwedel wurde.
Als mit der Wende 199o das Aus als
Profitrainer kam, verdiente er seine Brötchen
fortan bei der Elektro-Firma Buschmann
in Taucha, wobei ihm sein ursprünglicher Beruf entgegen kam.
Trotzdem widmete sich der Ehemann und
Vater von drei Kindern in seiner Freizeit
der Trainingsarbeit und konnte mit seinen
Schützlingen nunmehr auch beachtliche
Erfolge in den alten Bundesländern feiern.
Über eine Anzeige in der Zeitung verschlug
es die Familie 1991 nach Österreich,
genauer gesagt in die Nähe von Kufstein
in Tirol. Dort arbeitete der gebürtige
Leipziger wieder in seinem geliebten
Beruf als Reitlehrer und qualifizierte
sich zusätzlich in Wien zum staatlich
anerkannten Reitlehrer. In dieser
Eigenschaft verhalf er auch hier zahllosen
Reiteleven zu sportlichen Ehren bis zur
alpenländischen Bundesebene.
Beruflich und privat zufrieden sowie
sportlich anerkannt ereilte die
heimisch gewordene Familie ein
familiärer Schicksalsschlag.
1997 kehrte man, anfänglich schweren
Herzens, in heimatliche Gefilde zurück.
Eine neue, scheinbar interessante Tätigkeit ergab sich alsbald auf dem Leipziger
Schlohbachs Hof. Durch eine
Vielzahl von Problemen, gab Joachim Bock |
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im Winter 2002 sein Engagement
dort auf, um sich fortan eine eigene
berufliche Existenz aufzubauen.
Nach dem Besuch eines Existenz- Gründerkurses ist er nunmehr seit
April 2oo3
freiberuflich in Sachen
Reitsport im sächsischen unterwegs.
Neben Dressur- und Springtraining
für Anfänger und Fortgeschrittene ist er auch für den
Unterricht im Heilpädagogischen
Reiten sowie der reiterlichen
Ausbildung junger Pferde fit.
Ein Kinderheim sowie mehrere Vereine
und individuelle Pferdebesitzer nutzen
seine "Dienste" bereits. Trotzdem
verfügt der agile 45-jährige noch über
freie Kapazitäten, die es angesichts
chronischer Trainerknappheit zu
nutzen gilt.
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